Vom Schrott zum Karosseriestahl

Die Automobilindustrie muss sowohl Emissionen im Betrieb als auch den ökologischen Fußabdruck der Produktion senken. Mit der Elektrifizierung rücken die „eingebetteten Emissionen" stärker in den Fokus, vor allem aus der Stahlproduktion. Stahl macht 50 bis 66 Prozent des Fahrzeuggewichts aus und ist nach der Batterie die zweitgrößte Quelle an Produktionsemissionen bei E-Autos. Die Dekarbonisierung der Stahlindustrie gilt daher als Schlüsselfrage. Der Umstieg von kohlebasierten Hochöfen auf wasserstoffbasierte Direktreduktion und Elektrolichtbogenöfen eröffnet neue Wege, insbesondere durch mehr Einsatz von recyceltem Schrott. Problematisch bleibt jedoch die Schrottqualität: End-of-Life Vehicles (ELVs) liefern zwar große Mengen, doch hohe Kupferverunreinigungen verhindern den Einsatz in hochwertigem Flachstahl. Mit zunehmender Fahrzeug-Elektrifizierung verschärft sich dieses Problem. Vor diesem Hintergrund hat das Institut Mobilités en Transition das „Deep-Dismantling" geprüft. Die Ergebnisse wurden in dem Bericht „Car-to-Car-Steel - Potential of End-of-Life Vehicle deep-dismantling and use of copper depolluted steel scrap to decarbonize automotive flat steel production" veröffentlicht.

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